China

Deutsch-Chinesischer Jugendaustausch (Stufen 10 und 11)

Seit 2009 führen wir einen Jugendaustausch mit einer privaten Sprachschule in Qingdao (im Nordosten der Volksrepublik China) durch, an dem 15 Schüler unserer Schule teilnehmen können. Die Organisation und Leitung übernimmt die Akademie Biggesee in Attendorn; begleitet wird das Projekt von einer unserer Lehrkräfte.

Zielsetzung des Aufenthalts in Deutschland, der in der Regel während einer Woche in den Sommerferien stattfindet, besteht darin, die beiden Länder kennen zu lernen und ihre jeweiligen aktuellen Probleme in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu diskutieren; die Seminarsprache ist Englisch. Anschließend wird ein dreitägiges touristisches Programm durchgeführt, an dem unsere Schüler ebenfalls teilnehmen. Die Unterbringung der Austauschgruppe erfolgt in der Akademie Biggesee. Während des einwöchigen Gegenbesuchs in Qingdao, der vor den Herbstferien stattfindet, beschäftigen sich die Schüler mit deutschen Spuren in der ehemaligen Kolonie. Sie besuchen den kaiserlichen Gouverneurspalast, das kaiserliche Gefängnis (heute Museum für Stadtgeschichte), eine von Deutschen gegründete Brauerei mit Museum sowie die katholische und protestantische Kirche, außerdem das gemeinsame Bildungszentrum der technischen Universität von Qingdao und der Universität Paderborn, ferner eine staatliche Schule. China als Wirtschaftsstandort erleben sie am Beispiel eines deutschen Unternehmens, dessen Niederlassung in der Millionenstadt besichtigt wird. Die Unterbringung in China erfolgt im Hotel. Während beider Aufenthalte verbringen die Teilnehmer jeweils einen Tag in einer der beteiligten Familien.

Das Projekt wird vom Bund gefördert; die Schüler erhalten Zuschüsse zu den Flügen. Die Gesamtkosten (incl. der angebotenen Ausflüge in Deutschland) belaufen sich auf ca. 950,– € für beide Maßnahmen.

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Kriterien zur Auswahl der Bewerber

Grundvoraussetzung ist die Aufnahme des Partners in der eigenen Familie zum Gegenbesuch. Wesentliche persönliche Eigenschaften sind Offenheit und Toleranz, d. h. die Bereitschaft, sich auf das interkulturelle „Abenteuer“ einzulassen und sich den Gegebenheiten anzupassen; dazu gehört selbstverständlich die Motivation, Englisch bzw. Französisch zu sprechen. Die Aufteilung der Austauschgruppe eines Durchgangs nach Jungen und Mädchen erfolgt in Abstimmung mit der Partnerschule und richtet sich nach der jeweiligen Aufnahmekapazität. Jeder interessierte Schüler sollte sich zunächst bevorzugt für einen Austausch bewerben, da in der Regel die Zahl unserer Bewerber die Anzahl der Plätze übersteigt. In diesem Fall haben Schüler, die noch nicht an einem Austausch teilgenommen haben, Vorrang. Im nächsten Schritt entscheidet das Los. Anschließend erfolgt die Zuordnung der Partner anhand von Steckbriefen nach persönlichen Interessen und Familienzusammensetzung.