Schüler der 6 tauchen ein in die Welt der Orthopädie

Unser Knochen- und Muskelapparat erlaubt uns Bewegungen aller Art – vom 100 Meterlauf in 9,58 Sekunden (wenn man Usain Bolt heißt) bis hin zum präzisen Schuss ins obere Toreck beim Elfmeter …

Dabei kann nicht nur Ronaldo einen Bänderriss im Knöchel bekommen. In jedem Fall ist dann ein richtig guter Orthopäde gefragt! Ein solcher besuchte jetzt den Biologie-Unterricht der 6. Klassen – Herr Dr. Ralf Rauterkus. Unterstützt wurde er dabei von seiner Frau Kerstin Rauterkus. Die Schülerinnen und Schüler nahmen im Rahmen des Projektes „Gesundheit ist Leben“ aus den „Sprechstunden“ mit den beiden Experten jede Menge Fachwissen mit nach Hause: Wie viele Knochen und Muskeln haben wir? Was sind Bänder und Sehnen? Wie kann man den eigenen Bewegungsapparat gesund halten? Welche Erkrankungen gibt es und wie werden sie behandelt?

Auf diese Fragen hatten am Ende nicht nur die beiden Experten, sondern auch die Schülerinnen und Schüler eine passende Antwort. Besonders interessant waren die vielen Praxiselemente in den Sprechstunden. Mit speziellen Reflexhammern konnten Kniesehnenreflexe gegenseitig getestet werden. (Modell)Knochen unseres Skeletts wurden ihren Funktionen zugeordnet. Platt-, Spreiz- und Senkfüße wurden am „lebenden Schülerobjekt“ von den Mitschülern diagnostiziert. Außerdem tauchten die Schülerinnen und Schüler in die faszinierende Welt eines OP-Saals ein.

Bei der Vorbereitung von Operationen ist Sterilität das A und O. Die Händedesinfektion und das Ankleiden der Ärzte ist dabei eine sehr aufwändige Prozedur. Diese ließen auch einige Schüler über sich ergehen. Nach einigen Minuten waren sie erfolgreich in angehende Nachwuchs-Operateure verwandelt worden.

Und wenn jetzt die Nase juckt? – bloß nicht an die Nase greifen, sonst ist alles wieder unsteril! Der Arzt müsste sich auskleiden und von vorn beginnen…

Die jungen Nachwuchs-Mediziner konnten zum Abschluss noch künstliche Hüft- und Kniegelenke sowie Schrauben und Platten für Knochenbrüche begutachten. Mit einem „Haut-Tackergerät“ wurde eine „Wunde“ erfolgreich verschlossen und an einem Meniskus-Modell ein Riss genäht.

Es war schön zu sehen, dass nicht nur die Schülerinnen und Schüler, sondern auch Herr und Frau Rauterkus mit großer Freude und Begeisterung dabei waren! Die Klassen 6 und ihre Lehrer bedanken sich ganz herzlich bei den beiden Experten für die spannenden Einblicke in die Welt der Orthopädie!

Christiane Schell