Kenia-Reise: Der Countdown läuft

Am nächsten Samstag startet die Reise nach Kenia für die Schülerinnen und Lehrerinnen und Lehrer des Gymnasiums Maria Königin. Nach intensiven Vorbereitungen sind die letzten Absprachen getroffen: das elektronische Visum ist beantragt, alle nötigen Impfungen wurden durchgeführt, und die gespendeten Musikinstrumente, Kleidung und Laptops sind auf die Koffer verteilt. Die Spannung in der Gruppe steigt; für viele Teilnehmende ist der Besuch der Region nördlich von Nairobi die erste Reise auf den afrikanischen Kontinent.
Die Reise kombiniert touristische Programmpunkte mit zwei konkreten Projektbesuchen, die seit Jahren die Partnerschaften der Schule prägen. Ziel ist es, nicht nur Eindrücke zu sammeln, sondern die vor Ort arbeitenden Einrichtungen zu unterstützen und den Austausch zu vertiefen.

Projektbesuch Pundamilia beim Orden der Sisters of Mary Immaculate
Der Orden der Sisters of Mary Immaculate, ursprünglich aus Indien stammend, ist in Ostafrika weit verbreitet. Der Standort in Pundamilia ist der erste des Ordens in Kenia. Dort wurde 2013 mit dem Bau des Schwesternwohnheims begonnen, 2017 eröffnete die Grundschule mit 15 Kindern. Mittlerweile ist die Schule sehr beliebt. Ca. 350 Kinder besuchen den Kindergarten oder die Schule und regelmäßig schneiden die Schülerinnen bei nationalen Prüfungen und Wettbewerben gut ab. Die Delegation des Gymnasiums wird sich vor Ort ein Bild von den Ausbildungsstrukturen machen und die Zusammenarbeit mit Unterrichts- und Gesundheitsprojekten vertiefen.

Projektbesuch Makuyu beim Orden der Salesianer Don Bosco
Das Zentrum der Salesianer Don Bosco in Makuyu war die Ausgangsbasis für die bisherigen Projekte in Kenia. Der Orden ist weltweit tätig und betreibt in Kenia mehrere Zentren; der Standort in Makuyu ist seit Jahrzehnten eine wichtige Anlaufstelle für die Menschen der Region. Zentrale Einrichtungen sind die Kirche, die Grundschule und die weiterführende Schule. Diese Schulen dienten als Inspiration für die Grundschule in Pundamilia. Darüber hinaus bietet das Zentrum jungen Menschen berufliche Perspektiven: an der Technical School werden handwerklich-technische Berufe vermittelt, im Laura Vicuna Training Center erlernen Jugendliche Berufe wie Friseurin oder Schneiderin. Auch das Sportangebot ist ein fester Bestandteil des Programms und fördert Gemeinschaft sowie persönliche Entwicklung.

Die Vorfreude ist groß: Neben dem Kennenlernen fremder Lebenswelten steht für die Reisenden der direkte Austausch im Mittelpunkt — Unterrichtsbesuche, gemeinsame Projekte und praktische Hilfeleistungen. Wenn am Samstag die Koffer in den Autos verladen sind, beginnt für die Gruppe nicht nur eine Reise über Kontinente, sondern ein Austausch, der langfristig wirken soll.

Christoph Tebrügge