Kochen, upcyceln und jobben: Einsatz am „Tag für Servir“

Die Schülerinnen und Schüler Jack von Deines, Evi Dümpelmann, Emilian Kebben, Marei Sauer und Tom Schröder haben am „Tag für Servir“ bei Lokalplus gearbeitet und diesen Artikel erstellt:   

Altenhundem. Seit mehr als 40 Jahren – zuerst als Arbeitskreis, dann als Verein – engagiert sich der Servir e.V. am Gymnasium Maria Königin in Altenhundem für die „Eine Welt“, unterstützt Projekte in Afrika und engagiert sich teilweise auch für große Hilfsorganisationen. Ein besonderer Tag im Schulleben am MK ist der „Tag für Servir“, an dem sich auch am Mittwoch, 15. Juli, wieder alles um Servir, seine Ziele und seine Hintergründe drehte.

Im vergangenen Jahr, dem 40-jährigen Jubiläumsjahr von Servir e.V., fand der „Tag für Servir“ zum ersten Mal statt. Und soll von nun an fest in den MK-Terminkalender eingebunden werden. Die Idee dahinter ist, dass sich alle Schüler einen Tag lang mit dem Projekt Servir bzw. der „Einen Welt“ beschäftigen.

So auch jetzt wieder: Für alle Klassen und Jahrgangsstufen wurde ein vielfältiges Programm organisiert, dass auf die jeweiligen Jahrgänge abgestimmt war. Die Tafeln blieben leer, die Bücher geschlossen, als sich die rund 800 (?) Schüler in ihren Klassen und Stufen einfanden, um sich für den guten Zweck zu engagieren.

Da wurde in der fünften Klasse getanzt, getrommelt und gesungen, während sich die Sechstklässler in der Aluscheune engagierten, sich in einem Kunstprojekt an kenianischen Bildern ausprobieren konnten und das Escape-Room „Alu“ kennenlernten.

Kenianische Spiele, der Film „Soul Boy“ und ein geographischer Überblick über Kenia sowie Erzählungen der vergangenen Kenia-Reise standen in den Klassen 7 auf dem Programm. In den Klassen acht drehte sich alles um Upcycling, das Online-Escape-Spiel „Die letzte Chance“ und eine Recherche zu Fair Trade.

Die Klassen des neunten Jahrgangs waren praktisch gefordert: Da wurde kenianisch gekocht, es wurden Bambus-Häuser geplant und gebaut, die Schüler waren auf der Obstwiese aktiv und upcycelten alte Stühle. Für die Schüler der Einführungsphase stand ein Barista-Kurs auf dem Programm und sie bereiteten einen Aktionsmonat für Guatemala vor.

Moment – da fehlt doch noch ein Jahrgang? Ganz genau: Die Schüler aus dem zehnten Jahrgang spendeten ihre Arbeitskraft. Sie hatten sich für den „Tag für Servir“ einen Job gesucht – und statt Bezahlung um eine Spende auf das Konto von Servir gebeten (siehe Infokasten). Sie trugen Zeitungen aus, verkauften Waffeln oder besuchten Grundschulen.

Viele Schüler aus unterschiedlichen Jahrgängen im Einsatz für ein und dieselbe gute Sache.