„Werkstatt für Menschen mit Behinderungen: Inklusion oder Ausbeutung?“ – dieser Frage widmete sich in den letzten Wochen einer der Religionskurse der Jahrgangsstufe EF. Um sich selbst ein Bild von einer solchen Einrichtung machen zu können, besuchte der Kurs unter Begleitung des Fachlehrers Noah Klein und der Lehrerin Amelie Skoluda die Abteilung der Werthmann-Werkstätten in Lennestadt-Meggen. Vor Ort wurden Sie sehr herzlich von der Abteilungsleitung Susanne Rüenauver, von Gruppenleiter Mathias Goebel und von Mitgliedern des Werkstattrates begrüßt.
Auf einen kurzen Input zu den äußeren Rahmenbedingungen der Werkstatt, die vor 20 Jahren in Meggen erbaut wurde, folgte eine Werkstattführung. Der sehr herzliche Empfang durch die Beschäftigten in den einzelnen Werkstattgruppen erfreute die Besucherinnen und Besucher von Maria Königin: Offen und auch stolz erklärten die Beschäftigten ihre Arbeit und führten sie vor.
So erfuhren die Schülerinnen und Schüler die Bandbreite an Aufgaben, die Mitarbeitende in einer Behindertenwerkstatt übernehmen – von Verpackungs- und Montagearbeiten bis hin zur Aktenvernichtung – und waren teils überrascht, welch bekannte Firmen in der Behindertenwerkstatt produzieren lassen. So staunten sie nicht schlecht, als einer der Beschäftigten einen Metallbügel präsentierte, der für ein namhaftes Modell in der Automobilindustrie produziert wird. Zum Schluss gab es die Möglichkeit, Fragen an Susanne Rüenauver und Mathias Goebel zu richten, deren Beantwortung die Schülerinnen und Schüler bei ihrer Positionierung zur Frage „Behindertenwerkstätten: Inklusion oder Ausbeutung?“ deutlich voranbrachte. In der Diskussion wurden sich die Jugendlichen einig, dass Behindertenwerkstätten eine gelungene Einrichtung zur Inklusion von Menschen mit Behinderung sind.
Noah Klein
