Mutmacher

An Oma und Opa

Wir passen auf, dass wir uns nicht infizieren. Für uns natürlich, und auch für euch.
Für euch, die besonders gefährdet sind. Die schon etwas älter oder sogar krank sind.

Jetzt ist es nicht eure Aufgabe, aufzupassen, dass wir nicht von der Schaukel fallen. Oder dass wir nicht mit dem Trampeltrecker vor die nächste Wand sausen. Es ist jetzt nicht in eurer Verantwortung, dass wir mittags nach der Schule warmes Essen haben, wenn Mama und Papa noch arbeiten sind. Oder dass ihr uns vom Fußballtraining oder der Musikschule abholt, damit wir sicher zuhause ankommen.

Jetzt können wir Verantwortung übernehmen: Wir können Abstand nehmen, um einander zu schützen; Besorgungen erledigen, die für euch gefährlich werden könnten. Verantwortung übernehmen, damit wir bald wieder miteinander Zeit verbringen können: Wälder erkunden, Waffeln backen, Filme sehen bis die Augen viereckig werden, … uns wieder in die Arme fallen. Und vielleicht dann mit einem viel größeren Bewusstsein darüber, was wir uns bedeuten.

Wir sind stolz darauf, auf euch, Oma und Opa, achtzugeben!

Hanna Reuber

Aufruf zum Nichtstun

„Wenn du etwas gegen Corona machen willst, dann mach Nichts“! Hört sich eigentlich nach
einem Widerspruch in sich an und nach einer außergewöhnlichen Strategie, einen Kampf,
in diesem Falle gegen Corona, zu gewinnen. Ständig werden wir Schüler davor gewarnt,
nichts zu tun und jetzt warne ich davor, nicht Nichts zu tun. Wer jetzt etwas tut, tut das
Falsche, denn es ist nicht an der Zeit, gegen Corona aufzustehen sondern an der Zeit, gegen
Corona liegen zu bleiben. Deshalb möchte ich alle dazu bewegen, alles von zuhause aus zu
bewegen. Denn zuhause zu bleiben und manchmal auch nichts zu tun, ist alles, was wir
gerade gegen Corona machen können.

Titus von Weichs, Schülersprecher

Willkommensgruß an den Frühling

Carmina Burana (aus dem Mittelalter)

 

lateinisch

 

deutsch

1 Ecce gratum
et optatum
ver reducit gaudia.Purpuratum
floret pratum,
sol serenat omnia.

Iamiam cedant tristia!
Aestas redit,
nunc recedit
hiemis saevitia.

Auf, zu grüßen
Lenz, den süßen,
Freude hat er wiederbracht.Blumen sprießen
auf den Wiesen,
und die liebe Sonne lacht.

Nimmer sei des Leids gedacht!
Von dem jungen
Lenz bezwungen,
weicht des Winters grimme Macht.

2 Iam liquescit
et descrescit
grando, nix et cetera;

bruma fugit
et iam sugit
ver aestatis ubera;

illi mens et misera
qui nec vivit
nec lascivit
sub aestatis dextera.

 

Von der linden
Tauluft schwinden
Hagel, Schnee und all der Wust;

Frost entweichet
Sommer reichet
schon dem Lenz die Mutterbrust;

armer Mann, der jetzt in Dust
bleibt vergraben,
sich nicht laben
mag an sommerlicher Lust.

3 Gloriantur
et laentantur
in melle dulcedinis,
qui conantur
ut utantur
praemio Cupidinis;simus iussu Cypridis
gloriantes
et laetantes
pares esse Paridis.
Wie sie springen
und lobsingen
in dem holden Zauberkreis,
die da dringen,
werbend ringen
nach Cupidos Lorbeerreis;lasst auf Cyprias Geheiß
uns auch springen
und lobsingen
unserem Parisparadeis.

„Schule ohne Schule“

Als am Freitag, dem 13.03., klar war, dass der Schulunterricht in den nächsten Wochen ausfallen würde, kam mir das unwirklich vor. So eine Situation hatte ich noch nicht erlebt. Ich konnte mir das nicht vorstellen. Wir geht das „Schule ohne Schule“ zu machen, wie es Sandra Clemens formulierte?

Nach einer Woche „Schule ohne Schule“ blicke ich zurück: Es hat insgesamt gut geklappt. Der Austausch über XSchool und per Mail funktioniert. Je länger es dauert, umso mehr merke ich aber, was – oder besser wer – mir fehlt. Ihr Kollegen und ihr Schüler fehlt mir.

Der direkte soziale Kontakt, das Lächeln, die direkte Nachfrage, die Diskussion, die Begegnung auf dem Flur. All das ist unglaublich wichtig, macht für mich Schule aus und das  – ihr -,  fehlt mir.

(Ansgar Kaufmann)