Projektkurse

Projektkurse werden in der Qualifikationsphase zur freien Wahl angeboten. Sie sind zweistündig und müssen in zwei aufeinanderfolgenden Halbjahren belegt werden. Sie sind in ihrem fachlichen Schwerpunkt an die in der Qualifikationsphase unterrichteten Fächer (Referenzfächer) angebunden. Die Abschlussnote umfasst die Leistungen in beiden Halbjahren und fließt bei der Berechnung der Gesamtqualifikation in doppelter Wertung in die Abiturnote ein. Die Einbringung nur eines Halbjahres ist nicht möglich. Projektkurse können in Form einer besonderen Lernleistung in das Abitur eingebracht werden. Es gelten die Regelungen der besonderen Lernleistung. Voraussetzung für die Teilnahme an einem Projektkurs ist die parallele oder vorausgehende Teilnahme am Unterricht in einem der Referenzfächer (Grund- oder Leistungskurs) in zwei Halbjahren der Qualifikationsphase.

Ohne Bindung an inhaltliche Vorgaben der Lehrpläne und durch Fokussierung auf einen thematischen Schwerpunkt geben die Projektkurse Raum für selbstständige Recherche und Planung, eigenverantwortliche Arbeit im Team und adressatenbezogene Dokumentation der Arbeitsergebnisse, die zur Auseinandersetzung mit der Thematik einlädt. Sollte es sinnvoll sein, kann vom Zeitraster der zwei wöchentlichen Stunden zugunsten kompakter Blockeinheiten abgewichen werden.

Der Projektkurs ist so angelegt, dass sich die Teilnehmer – bezogen auf das Rahmenthema des Projektkurses – einzeln oder im Team individuellen Vorhaben widmen, die im Kurs abgestimmt, dann aber weitgehend selbstständig geplant und bearbeitet werden. Diese Konzeption unterscheidet den Projektkurs vom herkömmlichen Unterricht, in dem Inhalte und Gegenstände sequenziell wechseln, und eröffnet durch den geforderten „langen Atem“ die Möglichkeit zu intensiver wissenschaftspropädeutischer Auseinandersetzung mit einem Thema.

Die Schulen entscheiden eigenverantwortlich, welche Projektkurse sie anbieten. Die Belegung eines Projektkurses ist optional und sowohl abhängig vom schulischen Angebot als auch von der individuellen Schullaufbahn. Die Teilnehmerzahl sollte sich in der Regel an der für die Oberstufe vorgesehenen durchschnittlichen Kursfrequenz orientieren.

Der Projektkurs führt immer zu einem Produkt, das, bei aller Vielfalt der Einzelproduktionen, den thematischen Zusammenhang der Einzelbeiträge augenfällig macht. Da die Präsentation und schriftliche Dokumentation den Projektkurs abschließen, muss von der herkömmlichen Vergabe von Halbjahresnoten abgewichen werden. Stattdessen wird am Ende des Projektkurses eine Jahresnote erteilt (§ 14 Abs. 8 APO-GOSt). Da das Produkt das Ergebnis einer zwei Halbjahre umfassenden Arbeit ist, fließt die hierfür erteilte Note zur Hälfte in die Jahresnote ein. Die andere Hälfte ergibt sich aus den prozessbegleitenden Schülerleistungen. Für Schülerinnen und Schüler, die einen Projektkurs belegen, entfällt die Verpflichtung zur Anfertigung einer Facharbeit (§ 14 Abs. 3 APO-GOSt).

In der Anrechnung kann das Leistungsergebnis des Projektkurses in doppelter Wertung wie zwei Grundkursergebnisse in die Gesamtqualifikation eingehen (§ 28 Abs. 10 APO-GOSt). Alternativ kann auch die Einbringung als besondere Lernleistung in den Abiturbereich (Block II) erfolgen. Allerdings muss hier seitens der Schule sichergestellt werden, dass das Produkt den Exzellenzanspruch einer besonderen Lernleistung auch erfüllt. Wie es bei besonderen Lernleistungen vorgeschrieben ist (§ 17 APO-GOSt), findet in diesem Fall im Kontext der Abiturprüfung zusätzlich ein Kolloquium statt. Das Ergebnis dieser besonderen Lernleistung wird wie ein fünftes Abiturfach gewertet.

Projektkurse am Gymnasium Maria Königin

Bisher wurden folgende Projektkurse in der Jgst. Q1 am Gymnasium Maria Königin durchgeführt:

Weitere Kurse (z.B. in Katholische Religion und Deutsch) wurden bereits angeboten, aber noch nicht gewählt. Das Gymnasium Maria Königin ist ständig bemüht, sein Angebot an Projektkursen auszubauen und attraktiv zu gestalten.